szmmctag

  • Webcam wieder online :D


    7.8.10, 19:45: Wegen eines technischen Problems ist
    im Moment leider kein Live-Streaming möglich :(


    Die Ameisen leben immer noch im Moosbeet.

    Leider sind so keine Bilder vom Inneren des Ameisenstaates
    mehr möglich, doch am Fressplatz ist (fast) immer was los. :)

  • (Ex-) Live Webcam

    Aus gegebenem Anlass ist die Webcam leider wieder offline :'(

    Der ganze Ameisenstaat hat im benachbarten Moosbeet ein neues
    Zuhause gefunden und ist quasi über Nacht sammt Brut und Königin
    aus der Ameisenfarm ausgezogen.

    Einige aufgezeichnete Live-Sendungen sind weiterhin unter:
    http://www.zaplive.tv/web/producer/antaxa zu finden.

  • 1409.Tag: Antcam endlich wieder online

    Nachdem der bisherige Webcam-Provider (myowncam.nl) nach 13 Jahren
    seinen Server vom Netz genommen hat, musste erst wieder ein neuer
    gefunden werden.

    http://zaplive.tv ist kostenlos und scheint zu funktionieren :)

  • 1408.Tag, 16,0/23,4° C: Kleinere Kämpfe

    Gegen Abend haben sich einige Nachbarn zu nahe an die Ameisenfarm gewagt.
    Sofort werden diese Gegner aufs heftigste attakiert.
    Resultat: Je 2 Tote :-(((

  • 1404.Tag, 13,3/21,2° C: Viel Nachwuchs

    In den oberen Kammern sind zwischen 1000 und 2000 Puppen zu sehen.
    Die unteren Kammern füllen sich ebenfalls mit immer mehr Larven aller Stadien.
    Dieses Jahr wird wohl ein erfolgreiches Jahr für die Ameisen ;-)

    Puppen
    (Bild: Puppen)

  • 1388.Tag, 14,6/23,2° C: Keine Streitigkeiten

    Beim Erkunden der Umgebung, treffen manchmal "meine" L.e.
    auf einige, sich ebenfalls auf Erkundungstour befindliche L.n..
    Anstatt zu kämpfen, flüchten sie jedoch dauern voreinander und gehen
    einer direkten Konfrontation wenn möglich aus dem Weg.

  • 1382.Tag, 10,2/17,2° C: Reben

    Als Sicht- und Sonnenschutz sind auf dem Balkon 4
    verschiedene Jungreben zur bestehenden Flora dazugekommen.

    Die Ameisen haben sehr schnell entdeckt, dass dort
    bereits jetzt, leckere "Miniträubchen" zu holen sind.

    Jungrebe
    (Bild: Jungrebe)

  • 1366.Tag, 7,0/12,3°C: Wieder an der Wand

    Nach einem relativ milden Winter, mit Tiefsttemperaturen bis max. -5°C wird es Zeit, die Ameisenfarm wieder aus dem Schrank zu nehmen. An ihrem alten Ort, an der schattigen Innenseite der Balkonmauer, hängt sie sicher, ruhig sowie vor direkter Sonne geschützt.


  • 1220.Tag, 0,7/3,0°C: Endlich Winter

    Nun ist es endlich doch noch kalt geworden.

    Tief unten im Bau sind immer noch 20-30 Larven zu erkennen.
    Es ist trotzdem Zeit, die Ameisenfarm in den Balkonschrank zu hängen.

    Noch etwas Wasser von oben hineingetröpfelt --- dann schlaft mal gut !
    (Wobei Ameisen eigentlich nie, wie wir "schlafen", sondern sich dauernd,
    wenn auch sehr langsam, bewegen, resp. dastehen und aufpassen.)



    Im Wandschrank
    (Bild: Die Ameisenfarm im Wandschrank)

  • 1206.Tag, 5,5/10,8°C: Der Winter lässt auf sich warten

    Scheinbar herrscht für die Ameisen auf meinem Balkon noch immer nicht richtig Winterruhe.

    Besonders nach dem Mittag, wenn die Temperaturen wieder über 8-10°C steigen, untersuchten einige immer wieder die unmittelbare Umgebung, im Umkreis von ca. 3-5cm, nach "was-auch-immer".

    In 4er-Gruppen haben sich "Kurierinnen" in den letzten Tagen sogar immer wieder ganz nach oben gewagt. Dort zerrten sie jedoch bloss an einigen alten, zufällig herumhängenden Spinnenfäden herum und zeigten keinerlei Interesse an Honig oder Fleisch.

    Tief unten im Bau liegen erstaunlicherweise noch immer ca. 20 weisse Larve auf einem Bündel herum.

  • 1190.Tag, 1,0/7,7°C: Winterpause

    Die Temperaturen fallen wieder unter 10°C.
    So langsam wir es wohl Zeit, daran zu denken, die Ameisenfarm
    auf dem Balkon in den Wandschrank zu hängen, damit sie keinen
    zu harten Frost abbekommt.

    Die Ameisen bewegen sich kaum noch und nur ganz selten
    kommt eine besonders Hungrige, an sonnigen Tagen, nach oben,
    um sich etwas Honig zu holen.

    Der Staat hat sich dieses Jahr sehr gut entwickelt.
    Es müssten nun mindestens 500 Tiere sein (schwer zu zählen).

    Soviel ich sehen konnte, starben dieses Jahr bloss etwa 5-10 Arbeiterinnen
    durch andere Räuber, wie Spinnen oder aus anderen Gründen
    wie z.B. auf dem Rasenteppich übersehen und zertreten :-(

    Hoffentlich überstehen sie den Winter gut. :roll:

  • 1142.Tag: Webcam wieder offline :-(

    Nach der anfänglichen Euphorie stellt sich bei der Webcam langsam der Alltag ein.
    Das dauernde ändern der Perspektive macht wenig Sinn, wenn doch niemand zuschaut.

    Es schauen zwar immer wieder vereinzelt diverse Leute für einige Minuten herein, wenn aber gerade mal nicht viel läuft oder sogar garnichts los ist, sind sie gleich wieder weg.

    Die täglichen Besuche der Wespen am Futterplatz scheint die meisten mehr zu interessieren, als den Ameisen beim Innendienst zuzusehen.

    Da der verwendete Laptop im Moment mein einziger mobiler Computer ist und ständig woanders benötigt wird, sehe ich mich genötigt die Webcam für einige Wochen (wenn nicht Monate) wieder vom Netz zu nehmen.

    Falls der eine oder der andere zu gewissen Zeiten trotzdem den Ameisen zusehen will, kann er sich ja via E-Mail bei mir melden.

    Sobald ein Ersatz-Laptop gefunden wird, gehen die Meisen jedenfalls wieder auf Sendung. :D

  • 1132.Tag: Wespen

    Heute war ein wunderschöner Tag. Besonders für die Wespen !

    Wespen
    (Bild: Wespen am Futterplatz)

    Die Wespen kommen dauernd in Konflikt mit den,sich doch recht wehrenden Ameisen.

    Aus diesem Grund werden die Ameisen (jetzt, im Hochsommer) nur noch nach Sonnenuntergang gefüttert, dann finden die Wespen den Weg nicht mehr und die Ameisen können in Ruhe fressen.

    Ausserdem haben die Wespen bei ihrer Fressorgie soviele, kleine Stückchen des leckeren Hühnerfleisches hinunterfallen lassen, dass die Ameisen wahrscheinlich für Tage genug davon zwischen den Scheiben finden werden.

  • 1125.Tag: Sponsor gesucht !

    Da der Mensch nie zufrieden ist und eine bessere Bildqualität
    sehr teuer zu sein scheint, suche ich ab sofort einen Sponsor.

    Falls sich jedoch keiner finden wird, werde ich die Sache
    weiterhin aus eigener Tasche bezahlen. Es geht dann halt einfach
    nicht so schnell, bis "Bilder wie im Fernsehen" zu sehen sein werden.

    Die neue Beleuchtung hat sich jedenfalls als sehr gut erwiesen. :D

    Die Bandbreite wurde verdoppelt und die JPG-Qualität erhöht.
    Nur die Bildrate lässt sich (im Moment) leider noch nicht weiter
    erhöhen, deshalb ruckelt der Film immer noch etwas.
    Trotzdem sollte einem ungetrübten Beobachten eigentlich nichts
    mehr im Wege stehen. Besser als vorher ist das Bild allemal.

    Leider zeigen sich die Tiere nicht immer im besten Licht
    und auch wenn ich mir Mühe gebe, so kann ich die Kamera
    nicht dauernd auf die interessantesten Stellen richten.

    Hühnerbrust
    (Bild: Die Fütterung der "Raubtiere" ist immer attraktiv)

    Der Futterplatz (oben rechts) hat sich als sehr beliebte
    Perspektive erwiesen. Die Puppenkammern und andere
    unterirdische Bereiche sind jedoch wegen der verschmutzten
    Glasscheibe meist unscharf.

    Kakerlake
    (Bild: Kakerlake hinter schmutzigem Glas)

    Täglich besuchen 1-2 Wespen den reich gedeckten Tisch
    und nachtsüber hält sich gerne eine Kakerlake, in sicherem
    Abstand zu den Ameisen, in der Ameisenfarm auf.

    Wespe
    (Bild: Eine Wespe bedient sich am Futter)

    Mal sehen, was die Zukunft so bringt ...

  • 1117.Tag: Webcam ein voller Erfolg !

    Der Besuch vieler Zuschauer auf der, parallel zu diesem Blog
    laufenden Ameisen-Webcam bestätigt, dass scheinbar ein
    allgemeines Bedürfnis besteht, die Ameisen bei ihrem Treiben
    zu beobachten.

    Einige Leute schauen nur kurz herein, andere sind Dauergäste.

    Billige Webcam
    (Bild: Billige Webcam)

    Für mich bedeutet das, noch mehr Energie in die ganze
    Sache zu investieren. In wenigen Tagen wird die Bandbreite
    auf 100 kBytes/Sek. verdoppelt und das Licht von Taschenlampen
    auf teure Kaltlichtquellen mit Schwanenhals umgestellt.

    Mal sehen, ob das zu einer besseren Bildqualität führt.

  • 1108.Tag: Webcam online !

    So Leute.

    Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen sind meine Ameisen
    ab sofort unter http://www.zaplive.tv/web/producer/antaxa live zu sehen. :D

    Das Bild ist zwar nicht sehr gross und nur mässig scharf,
    ausserdem bedarf es einiger Handarbeit, die Webcam ständig
    auf interessante Gebiete einzustellen und auch die Beleuchtung
    ist noch nicht optimal, aber besser als garnichts.

    Falls deshalb mal nichts Interessantes zu sehen sein sollte,
    oder sie sogar offline ist, bitte ich um Verständnis.

    Viel Spass beim Beobachten.

  • 1080.Tag: Webcam in Aussicht

    Seit Jahren versuche ich einen Live-Stream der Ameisen
    ins Internet zu stellen, scheitere jedoch dauernd an
    der Bildqualität, den Kosten und der Übertragungsrate.

    Nun scheint es so, dass die Technik langsam soweit ist,
    dass, selbst mit der billigsten USB-Videocamera, noch
    halbwegs akzeptable Bilder erzeugt werden können.

    Bis es jedoch soweit ist, muss erst noch ein Laptop her,
    der nichts anderes zu tun haben wird, als den Stream
    via Gratis-Webcam-Hoster (auch noch offen),
    der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

    Hier ein kleiner Vorgeschmack:

    (Video: Ameisen beim Innendienst)

    P.S.: Dies ist bloss ein 1. Versuch !
    Die endgültige Bildqualität wird beim Stream
    (hoffentlich) etwas besser sein.

  • 1075.Tag, 13,9/24,5°C: Wieder unten

    Aufgrund des Temperaturabfalls und weniger Nässe ist die K.
    sammt Eier und Larven wieder in die "alte Wohnung"
    (20cm weiter unten) umgezogen.

    Nur die Puppen hängen noch weit oben zwischen den Glasscheiben.

    Puppenkokons
    (Bild: Puppenkokons)

  • 1072.Tag, 15,4/27,1°C: Kakerlake

    Heute Nacht hat sich eine, ca. 15mm grosse Kakerlake (ja,
    die gibt's auch hier) von oben in die Ameisenfarm gewagt.

    Wahrscheinlich wurde sie von den Futterresten angelockt.

    Sie versuchte tunlichst den Ameisen aus dem Weg zu gehen
    und war nach einigen Stunden wieder verschwunden.

    Kakerlake
    (Bild: Kakerlake)

  • 1060.Tag, 20,1/30,7°C: Umzug

    Der gesammte Staat ist (innerhalb der Ameisenfarm) umgezogen und
    wohnt nun ca. 20cm höher oben, wo es trocken und schön warm ist.

    Einige frisch geschlüpfte, noch ganz weisse Arbeiterinnen,
    stehen nahe bei den Puppen, und beobachten aufmerksam das Treiben
    um sie herum, währenddem sie darauf warten, dass ihre
    Aussenhaut aushärtet und sich langsam verfärbt.

    Die Puppen waren schon vor Tagen nach oben gebracht worden,
    danach die Larven und ganz zum Schluss, die K. und die Eier.
    Für die K. war der Umzug die längste Reise seit 3 Jahren.

    In den alten Gängen sind nur noch vereinzelt Arbeiterinnen
    zu beobachten, welche dort zum Rechten sehen.
    Ansonsten ist das alte Zuhause leer.

    Nur tief unten, im feuchten Sand, da haben sie noch eine neue,
    kleine Kammer gegraben und eine Nacktpuppe sowie zwei "normale"
    Puppen (im Kokon) hinabgebracht, um sie dort besser feucht
    halten zu können.

    Die Nach dem Umzug
    (Bild: Die alte und die neue "Wohnung" der Ameisen)

  • 1051.Tag, 16,0/26,6°C: "Rassendiskriminierung"

    Beim Erforschen der Umgebung sind einige Kuriere,
    auf dem Rasenteppich, den ebenfalls hier lebenden,
    schwarzen Wegameisen, alias Lasius niger, begegnet.

    Da L.e. (Lasius emarginatus) stark in der Überzahl war,
    (Verhältnis ca. 20:1) hatten einzelne L.n (Lasius niger)
    keine Chance und wurden solange attakiert, bis sie tot waren.

    Kampf
    (Bild: Mehrere L.e. attakieren eine L.n.)

    Nach ca. 1 Stunde waren die Kämpfe vorbei und "meine"
    Ameisen hatte den ganzen Rasenteppich eingenommen.

    Diesmal hat es nur 3 oder 4 Lasius niger das Leben gekostet,
    aber früher oder später werden wohl hunderte,
    resp. alle L.n. sterben, da sie nur ca. 4 Meter auseinander
    (also quasi im selben Territorium) wohnen
    und sich gegenseitig sicher nicht dulden werden. :-(

  • 1048.Tag, 17,3,22,2°C: Platzregen

    Gestern Abend, so um ca. 20 Uhr, ging hier
    (bei heftigem Ostwind) ein Platzregen nieder,
    wie es nur etwa 2-3 mal pro Jahr vorkommt.
    Ich konnte gerade noch das Mikroskop und die
    Lampe in Sicherheit bringen.

    Die Ameisenfarm ist zwar durch die Balkonmauer
    etwas geschützt, trotzdem gelangte soviel Spritzwasser
    von oben hinein, dass sie für die nächsten 7-14 Tagen
    sicher genug nass ist.

    Der plötzliche Wassereinbruch bis tief nach Unten,
    hat dazu geführt, dass die Ameiseneier, sowie die Larven
    überall in den Gängen verteilt worden sind.

    Es dauerte Stunden, bis die Emsen ihren Nachwuchs
    wieder eingesammelt und zu einem grossen Bündel,
    dicht bei der K., zusammengeklebt hatten.

  • 1047.Tag, 14,4/21,8°C: Unter Wasser

    Beim Befeuchten der Ameisenfarm, mit einer Pipette,
    lief etwas Wasser am Docht vorbei, direkt nach unten.

    Vom plötzlichen Wassereinbruch überrascht, wurden dabei
    2 Arbeiterinnen innerhalb des Wassertropfens gefangen.

    Anstatt sich jedoch heftig gegen das, sie umgebende Wasser
    zu wehren, verhielten sie sich erstaunlich ruhig.
    Erst nach ca. 1 Minute, begannen sie, absolut gelassen,
    einen Ausgang aus dem, für sie ungewohnten Medium, zu suchen.

    Die Oberflächenspannung des Wassers erlaubte kein direktes
    Aussteigen, aber an den Seiten konnten sie sich schliesslich
    (nach einigen Anstrengungen) selbst hinausziehen.
    Nach kurzem Putzen war für sie die Welt wieder in Ordnung.

    Da Ameisen keine Lungen haben, macht ihnen ein Aufenthalt
    für einige Minuten unter Wasser also scheinbar nicht viel aus.

  • 1042.Tag, 21,7/29,1°C: Gut bewacht

    Die K. legt fleissig weitere Eier.
    Alle 10-15 Minuten kommt ein Neues dazu.

    Es liegen hunderte auf diverse Bündel verteilt
    im unteren Nestbereich und in der Nähe der K. herum.

    New_5299
    (Bild: Die Eier werden gut bewacht)

  • 1040.Tag, 21,6/28,8°C: Weiter geht's ...

    Endlich, nach fast einem Jahr, ist mein Blog wieder (resp. hier) online.

    Den "Meisen" geht's bestens. Sie haben den Winter auf dem Balkon im Wandschrank
    verbracht und sich in den letzten Monaten "emsig" vermehrt. Sie zu zählen ist so gut,
    wie unmöglich. Es müssten aber unterdessen etwas mehr als 250 Arbeiterinnen sein.

    2 Bündel mit je etwa 500 Eiern werden rund um die Uhr von ihren ausgewachsenen
    Schwestern bewacht. Weiter unten liegen überall Larven in den verschiedensten Stadien.
    Ganz oben rechts sind 2 Haufen von Puppen zu erkennen.

    Die Arbeiterinnen haben viele neue Tunnel und Kammern gegraben.
    Wenn das so weiter geht (was anzunehmen ist), reicht ihnen die Ameisenfarm
    in 1-2 Jahren wahrscheinlich nicht mehr.

    New_5198
    (Bild: Von hinten beleuchtete Ameisenfarm)

    Vor einigen Tagen hatten sie im Umkreis von ca. 2 Metern alles erforscht
    und sind dabei auf schwarze Blattläuse gestossen.
    Seither sind diese ein beliebtes Ausflugsziel der Ameisen.

    Einmal trafen sie auf dem Boden mit den hier freilebenden, gegnerischen,
    schwarzen Wegameisen (Lasius niger) zusammen.
    Das kostete je eine Ameise das Leben.

    Ansonsten geht's allen prächtig, bei diesen sommerlichen Temperaturen.

  • Meine Ameisenfarm, 2. Versuch

    Nachdem der früherer Blog-Hoster für dieses Blog
     (alfablog.com) plötzlich nicht mehr online war,
    sah ich mich gezwungen einen Neuen zu finden.

    Meine Wahl fiel auf blog.de und zwar aus 3 Gründen.

    1. Wird hier deutsch gesprochen
    2. Ist es sehr unwahrscheinlich, dass es blog.de plötzlich nicht mehr gibt und
    3. Kann man Einträge auch rückdatieren

    Zum Glück hatte ich vorher alle Beträge gesichert, sonst wären sie auf immer
    verloren gewesen. Doch so liess sich alles wieder "restaurieren" und das Tagebuch
    hier fortsetzen. Die treuen Leser mögen mir verzeihen, dass es solange gedauert hat.

  • 700.Tag, 19,6/32,8°C: Endlich Sommer

    Die Kolonie hat sich gut entwickelt.
    Es sind nun etwa 150 Arbeiterinnen,
    welche zum Teil ihren 2. Sommer erleben.
    Für die Königin ist es der 3. Sommer.

    Die K. ist eine Kammer höher gezogen und legt fleissig Eier.

    50-80 Bruthelferinnen kümmern sich um die junge Brut
    im gesamten unterirdischen Bereich.

    Mindestens gleich viel sind oben mit den Puppen
    beschäftigt und jagen zwischendurch innerhalb des Baues
    nach Springschwänzen.

    Der Rest jagt ebenfalls ständig in der "Arena",
    nach Springschwänzen.

    Ab und zu verlassen einzelne Kundschafterinnen den
    schützenden Bilderrahmen und klettern an der
    Aussenseite oder auf dem Balkongeländer herum.
    Solange jedoch zwischen den Scheiben noch genug zu
    fressen zu finden ist, haben sie scheinbar keinen Grund,
    die Ameisenfarm zu verlassen und bleiben "zuhause".

    Die Emsen werden von mir täglich mit kleinen Leckereien
    verwöhnt (Fisch/Poulet/Rind/Lamm sowie Honig und Wasser).
    Insekten können sie sich selber fangen, war aber,
    ausser bei Springschwänzen, nie zu beobachten.

    New_3336
    (Bild: Fütterung der Raubtiere)

  • 680.Tag, 9,0/16,5°C: Der Winter kehrt zurück

    Die Temperaturen fallen nachts wieder unter 10°C.
    Alle Ameisen bewegen sich deshalb wie in Zeitlupe
    und beschränken ihre Tätigkeiten auf das Nötigste.
    Nur selten verlässt eine Kundschafterin den Bau.

    Im Vordergrund steht die Brutpflege.
    Neben den vielen Eiern sind unterdessen auch
    ca. 20 Larven geschlüpft und wollen versorgt sein.

    In den letzten Tagen sind ausserdem 10 neue Arbeiterinnen
    geschlüpft, welche nun langsam, aber doch fleissig mithelfen.

    New_2223
    (Bild: Frisch geschlüpfte, noch ganz helle Arbeiterin)

  • 672.Tag, 14,5/23,8°C: Faszinierend

    Ein neuer Bekannter, der sich via E-Mail bei mir
    gemeldet hat, ist vorbei gekommen, um die Ameisenfarm,
    resp. die Königin, einmal LIVE zu sehen.

    Er berichtet, dass er ganz zufällig über diesen
    Blog gestolpert und daran hängengeblieben ist.

    Nach dem Durchlesen des gesamten Tagebuch's
    von Anfang bis zum Schluss (Kompliment!),
    kam er nicht umhin mir zu schreiben und,
    da er ganz in der Nähe wohnt, auch gleich
    vorbeizukommen. (Grüsse von hier)

    Das Stereomikroskop erlaubte ihm ausgezeichnet
    die K. und ihre "Frauschaft" genau zu beobachten.
    Er war hoch erfreut.

    New_1824
    (Bild: Blick von unten, in die Kammer der Königin)

    Ameisen vermögen scheinbar eine fast schon unheimliche
    Anziehungskraft auf uns Menschen auszuüben.

    Ob es nun an den 6 Beinen der Emsen, ihrer Kleinheit,
    ihrer Anzahl oder was auch immer liegt, kaum einer
    kann sich, bei näherer Betrachtung, der Faszination,
    die von ihnen ausgeht, entziehen.

  • 671.Tag, 12,6/20,6°C: Jagdrausch

    Unten, in der Königinnenkammer ist alles ruhig.
    Die K. wird gut versorgt und bewegt sich nur wenig.

    Das unterdessen fast 200 Stück umfassende Eierpaket
    liegt ganz in ihrer Nähe. Alle Larven sind ebenfalls
    nach unten gebracht worden.

    Ganz oben (aber noch innerhalb des Baues) jagen einige
    Ameisen nach Springschwänze (Collembola) und stecken
    dabei alle Vorbeikommenden ebenfalls mit ihrer Hektik an.
    Nach kurzer Zeit sind Dutzende, wie wild, am Herumrennen.

    Es dauert fast eine Stunde bis sich der allgemeine Stress
    wieder beruhigt hat.

  • 668.Tag, 12,0/21,0°C: Freche Spinne

    Eine freche Springspinne hat sich in die Ameisenfarm gewagt.
    Immer, wenn sie einer Ameise begegnet flieht sie jedoch sofort,
    obwohl sie um einiges grösser ist. (Feigling!)

    Die Ameisen ihrerseits jagen fast ständig an der Oberfläche nach
    Springschwänzen und lassen den ungebetenen Gast links liegen.

    Nach einigen Stunden hat die Spinne genug und macht sich davon.
    Kurz vorher hab ich sie aber noch mit dem Fotoapparat erwischt:

    freche Spinne
    (Bild: Freche Spinne)

  • 667.Tag: Überblick

    Hier ein erstes, aktuelles Foto (ohne Makro) vom Nest
    bei Hintergrundbeleuchtung und hochgeklappter, roter Folie:

    New_0589

  • 662.Tag: Neuer Fotoapparat

    Endlich, nach fast 2 Jahren Ameisenhaltung, steht mir ab sofort ein richtig guter
    Fotoapparat (Canon EOS 30D) mit 8,2 Mio. Pixeln und einem Makro-Objektiv
    (MP-E 65mm) zur Verfügung.

    Canon EOS 30D

    Von nun an wird "geknippst", was geht und das Tagebuch nicht nur in Zukunft,
    sondern auch rückwirkend bebildert.

  • 658.Tag, 10,5/15,5°C: 1. Arbeiterin geschlüpft

    Eine überwinterte Larve, welche sich vor 29 Tagen verpuppt hatte
    ist heute als Imago (fertige Ameise) geschlüpft.

    Da alle Puppen ganz nach oben gebracht worden sind,
    hat es nun viel Platz in den unteren Kammern.

    Die K. sitzt tief unten im Bau bei den Eiern,
    aus welchen nun vorzu weitere Junglarven schlüpfen.

  • 655.Tag, 10,5/17,5°C: 1. Larve geschlüpft

    Die erste, diesjährigen Larve ist (wohl wegen der niedrigen Temperaturen)
    erst heute, nach 26 Tagen im Ei, geschlüpft.

    New_1148
    (Bild: Frisch geschlüpfte Larve)

    Die Puppen brauchen auch noch einige Tage.
    Sie liegen alle ganz oben, zwischen den Gräsern
    und werden gut bewacht.

  • 650.Tag, 4,5/15,5°C: Sand im Gras

    Nachdem ich die Lampe am Morgen wieder abgeschaltet habe,
    wurden alle Puppen wieder unter die Erde gebracht.

    Die Ameisen hatten auch etwas Sand hinauf, zu den Gräsern
    mitgenommen. Dieser hängt nun immer noch 3-4cm über dem Boden,
    zwischen den Scheiben und behindert dort etwas die Sicht.

    Es sind noch nirgends frischgeschlüpften Larven zu sehen.

  • 649.Tag, 10,5/16,4°C: Wärmelampe

    Da die Temperaturen Nachts wieder unter 10°C fallen
    werden, installiere ich eine Wärmelampe in 25cm Abstand
    zur Ameisenfarm.

    Leider lässt sich das Stativ nicht niedrig genug einstellen,
    wodurch von der Lampe hauptsächlich die Arena erwärmt wird.

    Die Arbeiterinnen beginnen, die etwa 100 Puppen,
    weiter nach oben, in die Arena, zu tragen.

    Nach kurzer Zeit hängen alle Puppen etwa 3-5cm über dem
    Boden, zwischen den Glasscheiben und den Gräsern.

    Ab und zu fällt eine Puppe herunter, sie wird aber
    jeweils sofort wieder nach oben geholt (ins Warme).

  • 648.Tag, 12,5/18,2°C: Etwas mehr Platz

    Einzelne Puppen werden 3-4cm hoch, über dem Boden,
    zwischen den zuvor gesäuberten Gräsern deponiert und
    kurz darauf wieder zum Nesteingang getragen.

    Unten im Bau hat es nun wieder genug Platz für die
    restlichen Larven. Sie werden über alle Kammern
    verteilt und ständig umsorgt.

    Die K. hat scheinbar bis dato Eier gelegt, die ersten
    (dieses Jahr) vor genau 18 Tagen.
    Nun müssten wieder neue Larven schlüpfen.

  • 647.Tag, 13,3/18,5°C: Kein Hunger

    Die oberen Kammern, unmittelbar unter der Erdoberfläche,
    sind randvoll mit Puppen.
    Die Ameisen kommen nur knapp dran vorbei.

    In der Arena rechts sind immer noch einige Arbeiterinnen
    mit Aufräumen beschäftigt.

    Süsses, als auch proteinhaltiges Futter wird rigoros ignoriert.

  • 646.Tag, 13,7/19,2°C: Viel Aussenaktivität

    Weitere Puppen werden nach oben, knapp unter die
    Erdoberfläche getragen und liegen gelassen.

    Bis zu 30 Arbeiterinnen befinden sich ständig oben rechts,
    in der Arena und sondieren die Gegend.

    Zwischendurch zupfen sie immer wieder am Stroh
    (abgestorbene Grashalme) und lassen die abgebissenen
    Stückchen achtlos fallen.

    Scheinbar machen sie sich dort mehr Platz --- wofür auch immer.

  • 645.Tag, 15,4/21,3°C: Zu trocken

    Der Aufenthalt im Wandschrank und später im Wohnzimmer
    hat die Ameisenfarm ziemlich stark ausgetrocknet.
    Aus diesem Grund habe ich anstatt der täglichen 2ml heute 10ml
    Wasser oben in die Ecken geträufelt.

    Es dauert einige Stunden, bis sich schliesslich ganz unten
    in den Ecken der Kies langsam dunkel färbt, sprich: nass ist.

    Da es heute, trotz etwas Regen, ein schöner und milder Tag ist,
    werden etwa 10 Puppen von ganz unten nach ganz oben zum Ausgang
    getragen. Dort ist es nicht ganz so feucht und wohl auch etwas
    wärmer als unten.

  • 644.Tag, 10,7/23,9°C: Ruhe im Stall

    Ein Zahnstocher mit etwas Honig ersetzt das
    unterdessen unansehnlich geschrumpelte
    Weintraubenstückchen.

    Es ist erstaunlich ruhig im Nest.
    Da sich nun bereits fast alle grossen Larven
    verpuppt haben, sind nicht mehr ganz so viele
    Mäuler zu stopfen wie sonst.

  • 643.Tag: 10,3/21,5°C: Fleischüberschuss

    Von Oben hineingeworfene Stückchen Katzenfutter
    werden schnell gefunden und sofort in den Bau
    gebracht.

    Dort warten bereits viele hungrige Larven auf
    die zusätzliche Proteinration.

    Bereits nach kurzer Zeit herrscht Fleischüberschuss,
    was die meisten dazu bewegt sich dem Innendienst
    zuzuwenden und den Bau für heute nicht mehr zu verlassen.

    An der Oberfläche machen sich währenddessen die
    Springschwänze über die übriggebliebenen
    Fleischstückchen her.

  • 642.Tag, 11,0/21,5°C: Wieder draussen

    Da es scheinbar Nachts wieder über 10°C warm bleibt
    und tagsüber bereits 20-22°C erreicht werden, hänge
    ich die Ameisenfarm wieder draussen auf dem Balkon auf.



    Der Umzug verlief problemlos.

    Eine Stück einer süssen Weintraube, resp. ihr Saft,
    wirkt sehr anziegend auf einige Ameisen.
    Proteinreiche Nahrung wie Springschwänze oder Schinken
    ziehen sie aber im Moment Süssem vor.

  • 641.Tag: Es hört nicht auf

    Die unteren Kammern sind prall mit Puppen gefüllt.
    Weitere Larven verpuppen sich.

    Die K. legt fleissig weitere Eier.
    Es sind nun ungefähr 100 Stück. Sie kleben
    zusammen auf einem Haufen, welcher etwa gleich
    gross ist, wie der Hinterleib der Königin.

  • 640.Tag: Lasius emarginatus !

    Nach fast zweijähriger Recherche bin ich mir nun endlich
    ziemlich sicher, dass es sich bei meinen Ameisen um
    Lasius emarginatus (Olivier, 1792) oder auf deutsch, um
    die Rotrückige Hausameise, alias Braune Holzameise handelt.

    New_0772
    (Bild: Arbeiterin mit gefangenem Springschwanz)

    Weitere Synonyme sind:
    Formica emarginata Olivier, 1791
    Lasius alienus illyricus Zimmermann, 1934
    Lasius niger brunneo-emarginatus Forel, 1874
    Lasius niger emarginatus var. brunneoides Forel, 1874
    Lasius niger nigro-emarginatus Forel, 1874
    Lasius alienus var. pontica Stärcke, 1944

    Diese Ameise liebt Wärme und Trockenheit; feuchte Orte meidet sie.
    Ihr Nest baut sie meist in altes Holz, aber auch in Felsbiotopen,
    dort bevorzugt in Felsritzen und Hohlräumen.
    Man trifft sie ebenso oft in Mauerspalten an Hauswänden
    und nicht selten im Gebälk von Häusern.

    (Anm.: So steht es zumindest im Artenverzeichnis auf Ameisenhaltung.de.
    Komisch ist bloss, dass sie sich bei mir in der relativ feuchten und
    z.T. fast nassen Ameisenfarm scheinbar auch recht wohl fühlen.)

    2.5 - 4.5 mm. Gleicht der Wegameise, nur Brust ist rotbraun.
    Schwärmt Mai bis Juli. Baut meist in altes Holz,
    nicht selten im Gebälk von Häusern.
    Häufig lästig, weil oft in Häusern anzutreffen.
    Kork- und Styroporisolation kann durchlöchert werden.

  • 639.Tag: Weitere Eier

    Der Hinterleib der K. ist noch immer nicht dicker geworden.
    2 Eier kleben ganz hinten an der Gaster aneinander.

    Wie schon gesagt, lassen die Arbeiterinnen die frisch
    gelegten Eier einige Stunden dort kleben.

    Mindestens eine Arbeiterin ist aber immer in der Nähe
    und lässt die Eier nicht aus den Augen,
    resp. betastet sie ständig mit den Fühlern.

  • 638.Tag: Nacktpuppen

    Eine Nacktpuppe liegt zwischen den Kokons herum und wird
    rund um die Uhr von einer Arbeiterin bewacht.

    Ganz in der Nähe ist eine "überdicke" Larve zu sehen.
    Ihr Kopf ist beinahe durchsichtig.

    Eigentlich sollte sie sich längst eingesponnen haben,
    doch irgend etwas muss wohl dazwischen gekommen sein.

    Sie wird andauernd von einer Arbeiterin abgeleckt.
    Lange kann es nicht mehr gehen, bis die Larve sich
    häutet und ebenfalls zu einer Nacktpuppe wird.

  • 637.Tag: 3 Ameisen auf dem Tisch

    Obwohl sonst nie, war es heute dreimal nötig,
    einer einzelnen Ameise, mittels Pinsel und Papier,
    vom Tisch wieder in die Ameisenfarm zu helfen.

    Dies muss wohl daran gelegen haben, dass sie in den
    letzten 2 Tagen nicht allzuviel Zusatzfutter von
    mir bekommen haben, und so ihre Brut fast ausschliesslich
    mit selbstgefangenen Springschwänzen durchbringen mussten.

    Ein weiterer Grund war wohl das Licht der Sonne,
    welches die Ameisen anzog und sie zu weiteren
    Exkursionen in ihre Richtung lockte.

  • 636.Tag: Umbauten

    Die Ameisen haben begonnen, die Kammern etwas auszubauen.
    Dabei entfernen sie gleichzeitig alle Algen, welche
    unmittelbar in ihrer Umgebung ans Glas gewachsen sind
    und erleichter so wieder etwas den Einblick in die Kammern.

    Auch die Bakterienschicht (oder was immer die Sicht
    sonst noch so trübt) wird mit der Zeit abgetragen.
    Zusammen mit den Umbauten ergeben sich so wieder klar
    abgegrenzte Siluetten der Gänge und Kammern bei Durchlicht
    von hinten.

  • 635.Tag: Es ist dauernd was los

    An der Oberfläche wird fleissig gejagt,
    unterhalb des Eingangs liegen mittelgrosse Larven,
    weiter unten, in der Hauptkammer, die Kleinen und die Eier samt Königin
    und zuunterst stapeln sich die Puppen bis an die Decke.

    Es scheinen bereits zwischen 40 und 50 Puppen zu sein.

  • 634.Tag: Fotoapparat in Aussicht

    Dass hier fast nur Text steht, langweilt wohl so manchen.
    Dies soll sich jedoch in nächster Zukunft bald ändern.

    Es besteht die Möglichkeit, für mich, an eine
    Canon EOS 30D mit 5-fach Makro-Objektiv zu kommen.

    Sobald diese Spiegelreflex-Digitalkamera hier ist,
    wird dieses Blog durch viele selbstgemachte Bilder erweitert.

  • 633.Tag: Puppen 'en masse'

    Fast überall in den Gängen liegen nun Larven und Puppen herum.
    Nur die Eier(-halter) und frischgeschlüpften Larven sind ganz
    dicht bei der Königin.

    Ganz oben, 2cm unter der Erde, liegen die etwas älteren
    (evt. im 2.-3. Stadium).
    Weiter unten, in der Mitte, die jüngeren und
    tief unten im Bau, im Moment alle Puppen
    und einige wenige, grosse Larven.

  • 632.Tag: Nicht gesehen

    Jetzt verstehe ich, wieso sich in den letzten Tagen, so ein
    seltsames Gefühl der Unsicherheit eingeschlichen hat.

    Meine Aufmerksamkeit galt vor allem dem Treiben an
    der Oberfläche, wobei mir die schnelle Fortentwicklung
    der überwinterten Larven entgangen ist.

    Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich ca. 15 Puppen
    ganz unten links in der tiefstliegenden Kammer.
    Die meisten davon haben bereits einen sehr dunklen,
    schwarzbraunen Punkt an einem Ende.

    Das ging mir jetzt alles doch etwas zu schnell.

  • 631.Tag: Noch mehr Ameiseneier

    Die Gaster der K. ist noch immer nicht grösser geworden,
    trotzdem legt sie fleissig weiter.

    Nun sind es schon 2 Bündel bestehend aus je etwa 15 Eiern.
    Zwei Arbeiterinnen halten die Bündel mit ihren Mandibeln fest,
    während andere die einzelnen Eier ablecken und umschichten.

    In der Arena jagen ständig 5-10 Ameisen nach Springschwänzen,
    welche sich ebenfalls prächtig vermehrt und gehäutet haben.

    Das von mir angebotene Zusatzfutter (Katzenfutter/Schinken)
    wird zwar manchmal noch angenommen, meist jedoch missachtet.

    Zum ersten Mal in diesem Jahr füllt sich eine Arbeiterin
    wieder mit einer Ecke eines Zuckerkorns den Magen.
    Bis heute war Süsses für alle kein Thema.

  • 630.Tag: Komisches Gefühl

    In den letzten 3 Tagen ist zwar keine der Ameisen
    wieder aus dem Formicarium gekrabbelt, trotzdem
    freue ich mich darauf, es (in 1-2 Wochen vielleicht)
    wieder auf dem Balkon draussen aufzuhängen.

    Irgendwie ist es doch ein komisches Gefühl, eine
    (freilaufende) Ameisenkolonie in der Wohnung zu haben.
    Besonders, wenn ich daran denke, dass es einmal
    viele tausend sein könnten.

    Die K. hat etwa 10 weitere Eier gelegt.
    Eine Arbeiterin hält das ganze Eierbündel in ihren Zangen.

    Andere Arbeiterinnen halten dauernd hereingetragenes
    Fleisch, resp. gefangene und getötete Springschwänze, feil.

    New_0195
    (Bild: Arbeiterin mit gefangenem Springschwanz)

    Zwei weitere Larven verpuppen sich.

  • 629.Tag: 1.Eier und 1.Puppen

    Die Ameisen an der Oberfläche jagen meistens nur
    bis in eine Höhe von ca. 10cm an den Grashalmen,
    obwohl diese höher als 15cm sind und zum Teil
    sogar oben aus der Ameisenfarm herausschauen.
    Wahrscheinlich, weil es dort oben kaum Springschwänze hat.

    Am späten Nachmittag klebt tatsächlich ein erstes Ei
    am Hinterleib der Königin. Eine Arbeiterin leckt es
    ständig, belässt es aber noch einige Stunden dort,
    bevor sie es endlich zwischen ihre Mandibeln nimmt
    und darauf achtet, dass es mit nichts in Berührung kommt.

    In der Zwischenzeit hat sich auch die erste Larve
    verpuppt und liegt nun ganz nahe bei der Königin.
    Eine zweite Larve beginnt sich ebenfalls zu verpuppen.

    Die K. bewegt sich mehr als sonst, aber auch nur
    einige Millimeter nach links oder nach rechts.
    Sie hat ständig Kontraktionen und legt weitere Eier
    im Abstand von etwa 3-5 Stunden.

  • 628.Tag: Kontraktionen

    Die Gaster der K. hat sich in den letzten 2 Tagen
    ein wenig vergrössert, die Ringe an ihrem Hinterleib
    sind jedoch noch nicht deutlich breiter geworden.

    New_0542
    (Bild: Das königliche Hinterteil)

    Ab und zu sind Kontraktionen zu beobachten.
    Wahrscheinlich geht es nun doch nicht mehr lange,
    bis sie wieder Eier legen wird.

  • 627.Tag: Noch zwei Ausreisser

    Draussen war es nachts mit 1,6"C wieder sehr kalt.
    Hier drinnen herrschen jedoch angenehme 25"C und
    somit optimale Bedingungen für die Emsen.

    Aufgrund ihrer Mobilität und etwas zuwenig Futter
    in der Arena, wagten sich noch 2 weitere Kuriere
    aus dem Formicarium, auf den Tisch, wurden von mir
    jedoch sogleich wieder "nach Hause" befördert.

    Die Larven entwickeln sich prächtig und glänzen
    dick und fett im Licht der Taschenlampe.

  • 626.Tag: Spannende Jagd

    Bereits frühmorgens sind ständig mindestens 10 Arbeiterinnen
    in der Arena auf Nahrungssuche.
    Die meisten von ihnen rennen den vielen Springschwänzen nach,
    welche sich aber im letzten Moment immer in Sicherheit bringen können.

    Von den Springschwänzen gereizt, rennen die Ameisen immer schneller
    im ZickZack, im Kreis, rauf und runter, als auch quer.
    Es ist ein Vergnügen, ihnen bei dieser Hetzjagd zuzusehen.

    Da sie selten was fangen, aber viele was suche, werfe ich von oben
    noch einige (winzige) Krümel feuchtes Katzenfutter sowie Schinken
    zwischen die Glasscheiben hinab. Süsses interessiert sie
    im Moment überhaupt nicht, aber die proteinhaltigen Fleischkrümel
    werden sofort, bis ganz tief hinab, in die Brutkammern getragen.

    In den Kammer liegen überall Larven und, kurze Zeit später,
    auch Fleischstückchen herum. Einige Arbeiterinnen halten
    zusätzlich noch weitere Happen in ihren Zangen feil.
    Die meisten sind jedoch mit der Brutpflege beschäftigt.

    Die Larven werden dauernd geputzt, gedreht, gewendet und am Schluss
    so hingelegt, dass sie möglichst von selbst am Fleisch fressen können.

    Der Hinterleib der K. ist noch nicht so sehr gross,
    also wird es mit den ersten diesjährigen Eiern wohl noch etwas dauern.

    Ab und zu erforscht eine Kundschafterin die Grenzen ihres Reiches.
    Damit solche Ausreisser (im Falle eines Falles) nicht zwischen der Wand
    und dem Tisch hinuterfallen können, habe ich den ca. 2cm breiten Spalt
    mit etwas Haushaltspapier überbrückt.

    Prompt ist mir kurze Zeit später eine der Ameisen auf der Tischplattezu aufgefallen.
    Mit einem Pinsel und einem Stück Papier wird sie jedoch gleich wieder in's "Bild" transportiert.
    Hoffentlich ist das in Zukunft nicht allzu oft nötig.
    Ich gehe jedoch davon aus, dass die Ameisen (bis auf wenige Ausnahmen) das Formicarium nicht verlassen,
    solange sie dort drinnen alles vorfinden, was sie brauchen: Feuchtigkeit, Nahrung, Platz und viel Ruhe.

  • 625.Tag, 5,5°C: Rein damit

    Um den Ameisen den "natürlichen Kühlschrank"
    zu ersparen, hänge ich die Ameisenfarm
    wieder drinnen, im Wohnzimmer, an die Wand.



    Der Transport verlief quasi erschütterungsfrei.
    Die kurz zuvor noch still dastehenden Ameisen
    fangen sich sofort an zu putzen.

    Sobald sie damit fertig sind, kümmern sie sich um
    das Nächstliegende (Nachbarin, Brut oder Umgebung).

    Zwei Ameisen halten zusammen immer noch ein Stück
    Fleisch von gestern, so gross wie ihr Hinterteil, mit ihren
    Mandibeln fest und bieten es den Vorbeikommenden an.

    Wenig später sind einige Kundschafter in der Arena unterwegs.
    Sie jagen den vielen "stinkfrechen" Springschwänzen hinterher,
    erwischen sie jedoch meistens nicht.

    Um das Nahrungsangebot noch zu erhöhen lasse ich einige,
    wenige Rohzuckerkristalle zwischen den Scheiben hinunterfallen
    und lege (zum Test) ein Stück Apfel, sowie etwas feuchtes
    Katzenfutter oben auf den Glasrand (...mal sehen, ob sie daran
    interessiert sind).

    Die K. sitzt ganz unten rechts, in der Hauptkammer
    und lässt sich "königlich" umsorgen.

  • 624.Tag, 9,5/15,5°C: Es ist einfach zu kalt

    Die Temperaturen fallen weiter.
    Ausserdem wurde für die nächsten Tage
    eine neue Kaltfront mit Werten bis gegen
    0°C gemeldet.

  • 623.Tag, 10,5/16,8°C: Hängengeblieben

    Es sind ständig 2-4 Ameisen auf Futtersuche in der "Arena".

    Da die Ameisen vorzugsweise die senkrecht nach oben wachsenden
    Grashalme zum klettern benutzen, kommen sie mit den von mir,
    oben hineingeworfene Fleischstückchen, welche wie bereits erwähnt,
    meistens irgendwo im Heu hängenbleiben, nur selten in Kontakt.

    Einige Fleischkrümel wurden erst nach über 2 Stunden gefunden,
    dann aber sofort in den Bau transportiert. Kurz darauf waren kaum noch
    Aussenaktivitäten festzustellen. Scheinbar haben sie nun alles, was sie
    im Moment zum Leben brauchen im Bau.

    Gegen Abend hängt nur noch ein letztes, winziges Stück Fleisch etwa 5cm
    über dem Boden, im Heu. Einige Springschwänze machen sich darüber her und
    nach kurzer Zeit ist auch dieses verschwunden,
    doch mehr gibt's erst morgen.

  • 622.Tag, 10,6/20,4°C: Zeitlos

    Meine Ameisen kennen weder Tag noch Nacht.
    Das heisst, sie sind nachts gemauso aktiv wie tagsüber oder morgens.
    Es ist lediglich die Temperatur, die ihren "Rhythmus" bestimmt.

    - Am wohlsten fühlen sie sich (scheinbar) bei ca. 20-30°C.
    - Um 15°C sind jedoch noch relativ viele in der Arena unterwegs.
    - Sobald die Werte unter etwa 12°C fallen ist "zuhause bleiben" angesagt.
    - Bei unter 7°C geht kaum noch was.
    - und unter 5°C herrscht dann die totale Stille.

    Wie gesagt: Ganz unabhängig von der Tageszeit.

    Ohne (Di-)Stress, ohne Neid, ohne Ehrgeiz und Stolz,
    einfach zu tun, was grad ansteht und geht,
    als ob sie ewig leben würden, das ist ihr Sein.

    Nur ein Ziel verlieren sie nie aus den Augen:
    Ihre "Macht" hier auf der Erde zu sichern und
    (wenn es geht) zu vergrössern.

  • 621.Tag, 9,9/19,7°C: Noch immer keine neuen Bilder

    Es ist ein wunderschöner Frühlingstag.
    Der Balkon kann langsam wieder als Wohnzimmer-Erweiterung
    benutzt werden.

    Allen Ameisen geht es Bestens.
    Einige Arbeiterinnen durchsuchen die Arena nach Verwertbarem.
    Sie bleiben jedoch dauernd in Bodennähe und klettern nie bis
    oben zum Glasrand hinauf.

    Die, zum Teil vertrockneten, Grashalme verhindern, dass von oben
    eingeworfenes Futter bis auf den Boden fällt.
    Die Fisch-, resp. Schinkenstückchen und Zuckerkristalle verfangen
    sich vorher im "Heu".

    (Eigentlich sollte schon längst wieder einmal ein Bild diesen
    Blog auflockern, doch in Ermangelung eines Fotoapparates
    und aufgrund des hohen Zeitaufwandes, welcher das
    "von-Hand-pixeln" eines Bildes benötigt, steht hier halt
    immer noch nur Text. *grmbl*)

  • 620.Tag, 12,8/20,1°C: Noch mehr Proteine

    An der Oberfläche herrscht reges Treiben.
    Scheinbar brauchen die Ameisen noch mehr
    Nahrung für die Brut.

    Nachdem sie ein kleines Stück Schinken
    gefunden und zum Nesteingang transportiert
    haben, kehrt wieder etwas Ruhe ein, in die Arena.

    Sie zerren solange am Fleisch herum,
    bis sie es schliesslich in der 1. Kammer,
    direkt unter dem Boden, in Sicherheit wähnen.

    Zwei der Arbeiterinnen halten es stundenlang
    mit ihren Mandibeln fest und bieten es den
    vorbeikommenden Schwestern an.

    Einige Wenige sind immer noch mit dem Ausbau
    beschäftigt und transportieren ständig Erde nach oben.
    Die meisten Arbeiterinne kümmern sich jedoch
    um die vielen Larven.

    Nachdem die Temperatur am Abend wieder etwas
    gefallen ist, fängt "das grosse Putzen" an.
    Jeder putzt jeden, sich selbst und den Rest.

  • 619.Tag, 7,6/14,5°C: Fischstäbchen für alle

    Am späten Nachmittag ist wieder einmal eine Arbeiterin bis ganz hinauf,
    zum Glasrand, geklettert und hat sich dort ein kleines Stückchen
    Dorschfilet abgeholt. Süsses scheint sie im Moment noch nicht zu interessieren.

    Beim Eingang wird weiteres Aushubmaterial abgeladen. Es ist dort an einigen
    Stellen nur noch im Gegenlicht zu erkennen, wo sich eine Wand und wo sich
    ein Gang hinter den Ablagerungen, an der Glasscheibe befindet.

    Ein Teil der Brut wurde in die Kammer unterhalb der klaustralen Zelle
    gebracht und die ältesten Larven auf einen separaten Haufen gelegt.

  • 618.Tag, 8,5/14,8°C: Vollgefressen

    Es ist nur selten eine Ameise an der Oberfläche zu sehen.

    Sie haben genug gefressen und stehen mit ihren prallgefüllten Gastern
    die meiste Zeit in der Nähe der Hauptkammer herum.
    Manchmal, da putzen sie sich oder ihre Nachbarin, welche sich dies
    meist auch gerne gefallen lässt.

    Die Brut wird rund um die Uhr von 5-10 Arbeiterinnen betreut.
    Dauernd werden die vielen Larven untersucht, gewendet, gefüttert und,
    wenn nötig, von oben bis unten geputzt.

    Eier und Puppen sind noch keine zu sehen.

  • 617.Tag, 12,0/14,2°C: Gemütlich

    Da es wieder etwas kühler geworden ist, bewegen sich alle etwas langsam.
    Trotzdem sind dauernd einige Arbeiterinnen am Rausräumen überflüssigen
    Materials.

    Der "Hügel" sieht nun eher etwas aus, wie der Turm von Pisa.
    Links steht ein dicker Grashalm im Weg, sodass keine Erdkrumen dahin
    fallen können und rechts scheint ein zweiter Ein-/Ausgang zu sein,
    welchen sie freihalten.

    Da der Scheibenabstand im Nest jedoch nur 4mm entspricht und die Ameisen
    die Erdkrümel oft direkt an der Scheibe abladen, hält das Ganze scheinbar
    recht gut und erlaubt ihnen sogar an einigen Stellen, den Abstand zu überbrücken.

  • 616.Tag, 12,8/18,5°C: Neue Kammern

    Im fast senkrechten Gang, welcher zur Oberfläche führt, herrscht reges Treiben.
    Ständig tragen Arbeiterinnen Erdkrumen nach oben. Beim Ausgang haben sie
    einen etwas unförmiger Hügel gebildet.

    Zwischen der Hauptkammer und der Oberfläche haben die Arbeiterinnen
    im Abstand von ca. 3cm eine mittelgrosse und zwei kleine Verbreiterungen
    resp. Kammern errichtet.

    (Bild siehe 667.Tag)

  • 615.Tag, 12,2/18,5°C: Alles Bestens

    Es ist wirklich erstaunlich mild geblieben.

    Einige Arbeiterinnen bewachen ständig den Nesteingang,
    während andere überflüssige Erdkrumen dort hinausbefördern.
    Die restlichen Ameisen kümmern sich entweder um die Brut
    oder pflegen sich selbst. Die K. bewegt sich kaum.

  • 614.Tag, 13,7°C: Wieder draussen

    Es wird draussen wieder etwas wärmer (Südwestwind).
    Das Thermometer auf dem Balkon zeigt 13,7°C an.
    Morgen soll es sogar noch wärmer werden !
    Also: abgehängt und draussen wieder aufgehängt.



    Nachdem sich die Ameisen drinnen einige Tage aufgewärmt und
    sattgefressen haben, macht ihnen der rel. kleine Temperatursturz
    von 25°C auf unter 15°C nicht viel aus. Sie bewegen sich nur
    etwas langsamer und bleiben lieber in der Nähe der Hauptkammer,
    anstatt Ausflüge in der Arena zu machen.

    Durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Nest beschlagen die Scheiben
    beim Abkühlen etwas. Bakterien und anderen Ablagerungen bilden,
    zusammen mit der Feuchtigkeit einen dünnen Film an der Glasinnenseite,
    wodurch ein Teil des Nestes nur noch sehr unscharf zu erkennen ist.

  • 613.Tag: Frühlingsputz

    Die Ameisen haben mit dem Frühlingsputz begonnen.
    Immer wieder tragen die Arbeiterinnen einzelne Erdkrumen nach oben,
    wodurch beim Eingang oben so langsam ein Erdhügel entsteht.

    In der Arena sind ständig etwa 10 Arbeiterinnen unterwegs.
    Einige bewachen den Nesteingang, andere jagen Springschwänze (welche ihnen aber
    meistens entwischen) und wieder andere erkunden das Terrain.
    Jeder Millimeter der Arena wird sorgsam untersucht.

    Ab und zu sind einzelne Ameisen zu beobachten, welche oben, am Rand
    der Ameisenfarm, die Grenzen ihres Reiches erforschen.
    Es ist aber niemals eine herausgeklettert oder auf den (darunterstehenden)
    Tisch gefallen. Scheinbar haben sie bis jetzt keinen Grund das "Bild" zu verlassen.

  • 612.Tag, 4,8°C: Ab in die Wärme

    Es ist für uns verweichlichte Menschen furchtbar, ein Tier leiden zu sehen.
    Unvorstellbar, zu glauben etwas dagegen tun zu können, und es dann
    nicht zu machen, resp. zu unterlassen.

    Nachdem die Aussentemperatur wieder unter 5°C gefallen ist, und längerem
    Beobachten der Ameisen an der Kälte, habe ich mich dazu entschlossen,
    diese "armen" Tierchen wieder in die Wohnung hinein zu nehmen

    Denn 1. war (meiner Meinung nach) die Winterruhe lange genug und
    2. bekomme ich hier drinnen bei über 23°C sicher keinen Schnupfen.



    Der Umzug verlief problemlos: abhängen - reintragen - aufhängen - fertig.
    Das Mikroskop, die Lupe und die Taschenlampe waren auch schnell im
    Warmen und mussten sich nur kurz aklimatisieren.

    So langsam kommt wieder etwas Leben ins Nest.
    Nach wenigen Sekunden fangen die Ameisen an sich zu putzen.
    Der schnelle Wechsel von 5°C auf 23°C scheint ihnen überhaupt nichts
    auszumachen. Es scheint allen gut zu gehen. Viele haben sogar recht
    pralle Gaster.

    Nachdem sich die einzelnen Ameisen geputz haben, machen sie bei
    ihren Schwestern, der Brut, der K. und den Kammern weiter.
    Jeder und alles wird gründlich mit den Fühlern betastet und geputzt.

    Nach etwa 30-60 Minuten bewegen sich alle bereits wieder mit ihrer
    normalen Geschwindigkeit.

    In den oberen Kammern, welche eben noch leer waren, tummeln sich
    einige Arbeiterinnen, wovon sich eine ziemlich zielstrebig nach oben
    vorarbeitet.

    Für den Fall, dass sie bereits nach Nahrung suchen, lasse ich 5-10
    kleine Rohzucker-Kristalle in die "Arena" fallen und platziere ein
    Wattestäbchen, mit etwas Honig daran, oben rechts in der Ecke.
    Einige wenige, 1mm kleine Schinken-Stückchen sollten den Eiweissbedarf
    der Brut fürs Erste ebenfalls abdecken.

    Ach, --- ich könnte ihnen 24 Stunden am Tag zusehen.

  • 611.Tag, 7,1/12,4°C: Brrrrrrr.....

    Die Temperaturen sinken nachts immer noch gegen 5°C.

    Damit es die Ameisen etwas gemütlicher haben, habe ich
    eine Wärmelampe im Abstand von 20 cm montiert.

    Dessweiteren habe ich eine kleine Heizmatte unter dem
    Formicarium an die Wand gestellt, sodass die etwas erwärmte
    Luft hinten und vorne nach oben steigen kann, und dabei die
    Glasscheiben umströmt.

    In der nähe der klaustralen Zelle ist die Temperatur dadurch
    etwa 2°C höher als in der Umgebung.

    Trotzdem bewegt sich kaum etwas im Nest.

  • 610.Tag, 8,5/14,2°C: Schluss mit Winterschlaf

    Nachdem es gestern so warm war, und die heutigen
    Temperaturen tagsüber auch wieder über 10°C steigen werden,
    habe ich mich entschlossen, mein "Bild" wieder aus
    dem Schrank zu holen und es auf dem Balkon aufzuhängen.



    Aufgrund der relativ hohen Feuchtigkeit zwischen den Scheiben,
    haben sich an einigen Stellen, in der Nähe der Ameisen, grüne Algen
    gebildet. Die Höhle ist aber trotzdem gut einsehbar.

    Alle Ameisen scheinen den Winter recht gut überstanden zu haben.

    Ein grosser, weisser Haufen aus 50-100 Larven in den verschiedensten
    Stadien liegt in der Höhlenmitte am Boden. Einige Arbeiterinnen
    kümmern sich ständig um sie.

    Die K. und die meisten anderen Arbeiterinnen sitzen rechts davon,
    dicht an dicht, und bewegen sich kaum.

    Im Gegenlicht sind etwa 50 Arbeiterinnen zu erkennen.

    Die Pygmäen sind mit ihren ca. 3mm deutlich kleiner, als die rund
    4mm grossen Arbeiterinnen, welche letztes Jahr im Spätsommer
    geschlüpft sind.

  • 609.Tag, 10,2/16,0°C: Der Frühling kommt wieder ...

    Heute war hier ein besonders sonniger Tag mit bis zu 16°C.
    Auf dem Balkon sind die Lasius sp. (mein 2. Nest) aus dem
    Winterschlaf erwacht und haben sogleich ihre ersten "Aussen-
    Missionen" gestartet.

    Drei Arbeiterinnen waren stundenlang damit beschäftigt
    den "Müll" rauszutragen und die ganze Umgebung
    gründlich zu untersuchen.

    Spät nachts, so um 2 Uhr, waren sie (bei immerhin nur noch 9°C)
    immer noch mit dem Hausputz beschäftigt.

    ...doch wahrscheinlich wird es im April noch einmal ziemlich kalt.

    Trotzdem: DIE AMEISENSAISON BEGINNT WIEDER ! YIPPPPPIEEEE

  • 484.Tag: Überwinterung im Wandschrank

    Alle haben den Sommer sehr gut überstanden.
    Es sind (nur) etwa 50 Arbeiterinnen, noch 3 Puppen, rund 40 Larven und
    einige wenige Eier.

    Zur Überwinterung kommen sie in den Wandschrank auf dem Balkon.
    Damit es dort nicht zu kalt werden kann, habe ich eine Therarium-Heizmatte
    mit Thermostat auf den Boden in den Schrank gelegt.
    Dadurch ist es im Schrank immer etwa 2-5°C wärmer als draussen.

    Ich kann es bereits jetzt kaum abwarten, dass es wieder Frühling wird,
    da sich die Kleinen im Schrank nicht so gut beobachten lassen.


  • Bilanz nach über 260 Tagen

    Dieses Tagebuch sollte all Jenen helfen, welche (gerade am Anfang)
    unsicher sind, wie lange es dauert, bis die Königin Eier legt, daraus
    Larven schlüpfen und, nach dem Puppenstadium, schliesslich fertige
    Ameisen herumlaufen. Dieses Ziel scheint mir nunmehr erreicht.

    In den letzten, über 260 Tagen, hat die Königin insgesamt mehr als 100 Eier
    gelegt, über 1 Dutzend Arbeiterinnen grossgezogen und ihren Kleinstaat etabliert.
    Von nun an braucht sie meine Unterstützung nicht mehr (wenn sie sie
    überhaupt jemals brauchte) und wird nur noch ab und zu beobachtet.

    Den treuen Lesern dieses Tagebuchs danke ich vielmals für die durchwegs positiven
    Reaktionen, doch um das ewige "Es ist schon wieder eine geschlüpft" nicht zu übertreiben,
    wird diese Zeitlinie von nun an nicht mehr täglich fortgeführt, sondern nur noch sporadisch,
    bei speziellen Ereignissen, Beobachtungen oder Vorkommen ergänzt.

    Die genaue Bestimmung der Art ist bis heute leider noch nicht erfolgt,
    da sich keine der Ameisen freiwillig unters Mikroskop gelegt hat.
    Aber egal, wie auch immer diese "Myrmen" von uns genannt werden,
    sie sind und bleiben einzigartig.

    (Nachträgliche Anmerkung: 640.Tag: Lasius emarginatus !)

    Viel Spass beim Lesen wünscht Euch
    Antaxa

  • 261.Tag, 9,8/19,5°C: Nachwuchs trotz Kälte

    Es wird immer kälter auf dem Balkon.
    Die Messtation zeigte Nachts nur 2,8°C Lufttemperatur an.
    Nur dank der Lampe ist die Nesttemperatur nie unter 8°C gefallen.
    Die Ameisen haben sich gemächlich bewegt und trotz der Kälte
    eine 17. und 18. Arbeiterin aus dem Kokon befreit.

  • 260.Tag, 9,8/19,5°C: Nett von mir

    Da die Tagestemperaturen sich nur zwischen 5,5 und 6,6°C
    bewegten, kam die Lampe schon wieder zum Einsatz.
    Eigentlich wäre es besser, die Ameisen den natürlichen
    Temperaturen auszusetzen, da aber noch viele Puppen herumliegen,
    und diese viel Wärme zu ihrer Entwicklung benötigen,
    erscheint es mir "nett" zu sein, ihnen diese zu schenken.

  • 259.Tag, 9,8/18,3°C: Zu Fressen

    Eine Kundschafterin sucht in der Arena nach Fressbarem.
    Sie erhält ein wenig Honigwasser mittels Q-Tipp und
    ein Stückchen Schinken, welchen sie jedoch ignoriert.
    Da die Larven noch sehr klein sind, werden sie noch
    nicht direkt mit Fleischstückchen, sondern
    von "Mund-zu-Mund" ernährt 

  • 258.Tag, 8,4/16,9°C: 16. Arbeiterin

    Eine 16. Arbeiterin ist geschlüpft.
    Es wird langsam unmöglich die Ameisen zu zählen.
    Besonders, wenn sie herumlaufen oder sich verstecken.
    Auch die Eier und kleinen Larven verdecken sich
    gegenseitig ständig. Es müssen aber so um die 60 Eier
    und rund 25 Larven sein.

  • 257.Tag, 8,8/17,4°C: 15. Arbeiterin

    Begünstigt durch die künstliche Wärmezufuhr geht
    die Entwicklung der Puppen voran.
    Eine 15. Arbeiterin ist von ihren Schwestern sehr
    unsanft aus dem Kokon gezerrt worden.
    Anschliessend wird sie von bis zu 4 Ameisen
    gleichzeitig geputzt.

  • 256.Tag, 9,7/17,8°C: Feuchtigkeit

    Es war wieder einmal unter 10°C während der Nacht.
    Die Lampe kommt deshalb bereits frühmorgens zum Einsatz
    und brennt bis spät in den Nachmittag hinein.
    Damit die Ameisenfarm genug feucht bleibt, werden
    2 anstatt wie üblich nur 1 Pipette mit 1 ml Leitungswasser
    von oben hineingetröpfelt. Dank dem nur 4mm schmalen Spalt
    zwischen den Scheiben, kann die Feuchtigkeit nicht so schnell
    entweichen.

  • 255.Tag, 9,8/19,5°C: Künstliche Wärme

    Heute lasse ich die Lampe erst einmal ausgeschaltet.
    Als sich jedoch gegen Mittag, bei nur 12,2°C im Nest,
    immer noch nichts bewegt, reisst es mir den Nerv und
    ich schalte sie wieder ein. Nach wenigen Sekunden
    kommt langsam wieder Leben in die Bude und alle
    Puppen werden (wie immer) wieder nach oben gebracht

  • 254.Tag, 10,2/15,2°C: Weitere Eier

    Da es heute scheinbar etwas wärmer wird, kommt die
    Lampe nicht zum Einsatz. Die K. hat scheinbar wieder
    angefangen Eier zu legen. In der ganzen Höhle liegen
    die Puppen, Eier und viele kleine Larven relativ
    verstreut herum. Ausser einer Kundschafterin, welche
    einen Kontrollgang macht, bleiben alle Zuhause.

  • 253.Tag, 11,8/18,0°C: Honigwasser

    Mit der Lampe als Wärmequelle lassen sich die Ameisen
    schon fast dirigieren. Sie bringen die Puppen immer sofort
    dorthin, wo es am Wärmsten ist.
    Am frühen Nachmittag sucht eine Kundschafterin den oberen
    Teil der Ameisenfarm nach Nahrung ab. Ich offeriere ihr
    ein Q-Tipp (Wattestäbchen) mit etwas Honigwasser und einen
    winzigen Krümel Hackfleisch. Das Honigwasser wird kurz
    darauf von 2 weiteren Ameisen aufgesucht und getrunken.
    Vom Hackfleisch wird nur von der Kundschafterin eine kleine
    Ecke abgebissen und der Rest liegen gelassen.

  • 252.Tag, 12,4/18,1°C: Contact please

    Eine dritte (die insgesamt 14.) Arbeiterin ist geschlüpft.
    Sie erholt sich noch einige Stunden von den Strapazen
    und wird zwischendurch immer wieder von den anderen
    befühlt und geputzt. Die K. ist am Kontakt mit jeder
    neugeborenen Tochter sehr interessiert. Umgekehrt halten
    sich die Neuzugänge auch sehr gerne in der Nähe der K. auf.

  • 251.Tag, 12,2/17,4°C: Neue Arbeiterin

    Eine weitere Arbeiterin wird vom Kokon befreit.
    Es dauert gut 3 Stunden, bis auch der letzte Seidenfaden
    von ihrem Körper entfernt worden ist. Ohne die Hilfe ihrer
    Schwestern, wäre sie niemals aus dem Kokon heraus gekommen.
    Da noch 13 Puppen herum liegen, und diese sehr viel
    Energie und Wärme brauchen, um sich fertig zu entwickeln,
    schalte ich die Lampe bereits um 7 Uhr morgens wieder ein
    und erhöhe so die Nesttemperatur von 12,2°C auf 17,4°C.

  • 250.Tag, 11,4/20,1°C: 40W Ständerlampe

    Da heute ein nasskalter Regentag ist, richte ich gegen
    Mittag eine 40W Ständerlampe in einem Abstand von 30cm,
    durch die rote Folie hindurch, direkt auf das Nest.
    Die Nesttemperatur steigt daraufhin auf 20°C.
    Nachdem alle Puppen nach oben gebracht worden sind,
    helfen zwei Arbeiterinnen einer Neuen beim Schlüpfen.

  • 249.Tag, 11,9/16,9°C: Knittrige Kokons

    Mehrere Kokons verlieren so langsam die perfekte Form.
    Sie sind etwas bräunlich und sehr zerknittert.
    Bei gutem Licht scheinen die schwarzen Augen, der
    zukünftigen Ameisen, durch das obere Ende der Kokons
    hindurch, sichtbar zu sein. Es kann also nicht mehr
    lange dauern, bis einige neue Ameisen schlüpfen.

  • 248.Tag, 11,9/17,0°C: Legestop

    Die K. legt seit einigen Tagen keine weiteren Eier mehr.
    Der Umzug und der damit verbundene Temperaturfall
    haben sie scheinbar dazu bewegt, zu pausieren.
    Alle Ameisen wirken sehr gut genährt, obwohl seit Tagen
    keine von ihnen mehr an der Oberfläche war, um etwas
    Fressbares zu beschaffen.

  • 247.Tag, 11,5/17,1°C: Ruheraum

    Der rechte Teil des Nestes, wird nur von erwachsenen
    Arbeiterinnen als Aufenthalt- und Ruheraum genutzt.
    Es werden weder Eier, noch Larven oder Puppen dorthin
    gebracht. Er ist zwar nicht so gut einsehbar, wie der
    Rest der Höhle, scheint aber auch nicht für die Entsorgung
    der Abfälle verwendet zu werden.

  • 246.Tag, 10,8/14,8°C: Stillstand

    Die Temperaturschwankungen, zwischen Tag und Nacht,
    bestimmen nun die Agilität der Ameisen.

    Morgens um 7 Uhr, bei 10,8°C, bewegt sich noch rein gar nichts,
    kein Fühler und kein Bein. Eine Arbeiterin hält zwar 3 kleine
    Larven in ihren Mandibeln, doch selbst die haben aufgehört,
    mit dem Kopf zu nicken und um Futter zu betteln.

    Eine halbe Stunde später, bei 11,2°C, fängt die Eine an,
    die 3 Larven zu putzen. Eine 2. Arbeiterin hilft ihr danach,
    die Eier zu putzen und zu sondieren.

    Gegen 9 Uhr, bei 12°C kommt langsam wieder etwas mehr Leben
    ins Nest. Durch zufällige Berührungen regen sich die Ameisen
    gegenseitig an und laufen, wenn auch noch sehr zögerlich,
    etwas herum. Nachdem jede Einzelne ihre direkte Umgebung
    kontrolliert hat, begibt sie sich auf die Suche nach Arbeit.
    Doch ausser dem Putzen der Eier und dem Füttern der Larven,
    gibt es fast nichts zu tun und so stehen sie meistens nur da
    und "winken" mit ihren Fühlern.

    Um 10 Uhr sind es bereits 14°C und die Ameisen bewegen sich
    zielsicher, aber gemütlich. Die Hauptaufgabe besteht nun
    darin, die vielen Puppen, der Wärme entgegen, nach Oben zu
    schaffen. In der Mitte der Zelle bilden sie in kürzester Zeit
    einen Haufen aus 15 Puppen, wobei natürlich Einzelne immer
    wieder herunter kullern und anschliessend wieder hinauf
    getragen werden müssen.
    Einzelne Arbeiterinnen stellen sich als Puppen- oder auch
    als Eier-Halter(innen) zur Verfügung. Wenn sie merken,
    dass eine Puppe ständig vom Hügel herunter rollt, halten
    sie diese stundenlang mit den Mandibeln an ihrem Platz.

    Gegen Abend werden alle Puppen wieder nach links unten
    gebracht, scheinbar ist es dort Nachts wärmer als oben.
    Nur die Eier und die vielen frischgeschlüpften Larven
    werden oben auf dem Hügel, dicht bei der K., gelassen.

  • 245.Tag, 9,7/16,0°C: Wie in Zeitlupe

    Die K. bewegt sich fast gar nie.
    Ihre einzigen Lebenszeichen sind ein schwaches Zittern mit den Fühlern
    und ab und zu einige Kontraktionen des Hinterleibes.
    Zwischendurch bewegt sie aber auch einmal das eine oder das andere Bein.
    Alle Bewegungen scheinen ihr Mühe zu machen, sind verlangsamt, ja,
    fast wie in Zeitlupe.
    Es ist nicht zu erkennen, ob sie noch weiter Eier gelegt hat, oder nicht.
    3 Bündel à ca. 30 Eier liegen auf der Erhöhung am Höhlenboden.
    Grosse Larven sind, ausser einer, welche sich noch im 2. oder im 3
    Larvenstadium befindet, nirgends mehr zu sehen.
    Dafür liegen aber überall Puppenkokons mit einem Punkt (Meconium) im
    linken Teil der Höhle herum. Sie werden oft herumgetragen und umgeschichtet.
    Jetzt, nach 34 Tagen im Puppenkokon, wäre es langsam an der Zeit, dass
    eine weitere Arbeiterin schlüpfen würde.

  • 244.Tag, 12,9/16,8°C: Fast unsichtbar

    Einige weitere kleine Larven sind geschlüpft.
    Sie kleben an den Eiern und sind nur wenig grösser als diese.
    Im Rotlicht, durch die Farbfolie, scheint alles Weisse zu leuchten.
    Der dunkle Hintergrund und die K. sind dagegen beinah nicht zu sehen.

    Die Arbeiterinnen sind ebenfalls fast unsichtbar und oft
    erst zu erkennen, wenn sie sich bewegen. Ihr grosser, gefüllter Kropf
    im Hinterleib, lässt diesen zwischen den Segmenten fast durchsichtig
    erscheinen. Das Band, links und rechts an der Seite, zwischen dem
    ersten und zweiten Hinterleibssegment (Tergit) leuchtet besonders hell.

  • 243.Tag, 10,0/19,0°C: Langsam

    Die Ameisen bleiben in der Höhle und kümmern sich ausschliesslich um
    die Brut. Des Nachts, wenn die Temperaturen gegen 10°C sinken, bewegen
    sie sich nur sehr zögernd und extrem langsam.
    Es wird im Moment kaum etwas an der Höhle ausgebessert. Sie bleiben alle
    in der klaustralen Zelle und widmen sich ganz dem "Familienleben".
    Neben der selbstverständlichen Körperpflege und einigen Kontrollgängen
    innerhalb der Zelle, gibt es nicht viel zu tun.
    Grosse Larven sind im Moment keine sichtbar. Wahrscheinlich liegen aber
    welche in der Vertiefung, hinten links.

  • 242.Tag, 10,4/20,1°C: Rote Folie / Balkon

    Es ist ein wunderschöner Frühlingstag und perfekt, um die Ameisenfarm
    wieder nach draussen zu hängen. Zuvor befestigte ich jedoch ein
    quadratisches Stück rote Folie (15x15cm) mit einem Klebestreifen so,
    dass man es hoch und runter klappen kann, an der vorderen Glasscheibe.
    An der Folie wurde unten ein ca. 20cm langer Faden mit einem kleinen
    Gewicht (Magnet) am Ende drangebunden. Dadurch bleibt die Folie auch
    bei Wind und Wetter nach unten, dicht am Glas anliegend, und lässt sich,
    im hochgeklappten Zustand, oben am (Balkon-)Sims, welcher aus Eisen ist,
    ausgezeichnet fixieren.

    Ameisenfarm
    (Bild: Die Ameisenfarm mit roter Lichtschutzfolie)



    Der Umzug vom Wohnzimmer auf den Balkon verlief problemlos und bot eine
    gute Gelegenheit, die Rückseite der Ameisenfarm in Augenschein zu nehmen.
    Die Ameisen hatten jedoch weniger nach hinten gegraben, als ich dachte.
    Nur etwa 5% der klaustralen Zelle sind von vorne nicht einsehbar.
    Dazu gehört die Vertiefung links, welche etwa 5mm nach unten führt und
    der Verbindungsteil zwischen der Haupthöhle und der Erweiterung rechts,
    welche, durch relativ viel Erde an der vorderen Scheibe, verdeckt wird.

    Nachdem die zwei Chemiestative mit dem Mikroskop und der kleinen Taschenlampe
    ebenfalls draussen waren, fehlte nur noch ein bequemes Sitzkissen auf dem
    Boden und dem Beobachten der Ameisen, in ihrer (relativ) natürlichen Umgebung,
    stand nichts mehr im Weg.

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.